Kultur als Motor der Demokratie: rund 90.000 Euro Landesförderung für innovative Mannheimer Kulturprojekte

„Kunst ist kein Luxus, sondern ein zentraler Baustein unserer Demokratie“, betonen Elke Zimmer und Dr. Susanne Aschhoff, Grüne Landtagsabgeordnete für Mannheim. „Gerade in polarisierten Zeiten brauchen wir kreative Räume, die Brücken bauen und neue Perspektiven eröffnen. Die geförderten Projekte zeigen: Mannheim steht für eine lebendige, vielfältige und mutige Kulturszene, die Gesellschaft aktiv mitgestaltet.“

Mit dem Innovationsfonds Kunst 2025 fördert das Land Baden-Württemberg 28 zukunftsweisende Kulturprojekte – darunter drei Vorhaben aus Mannheim, die gemeinsam knapp 90.000 Euro erhalten. Die geförderten Initiativen des EinTanzHaus e.V., der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH und des Nationaltheaters Mannheim setzen auf partizipative Formate, gesellschaftlichen Dialog und die Stärkung demokratischer Teilhabe durch Kunst. Eine unabhängige Jury wählte die Projekte aus 173 Bewerbungen aus, wobei viele den diesjährigen Schwerpunkt „Demokratie“ aufgreifen.

Die beiden Landespolitikerinnen freuen sich sehr, dass mit dem EinTanzHaus, der Alten Feuerwache und dem Nationaltheater gleich drei Kulturinstitutionen aus Mannheim gefördert werden:

  • „Ein Dorffest für die Stadt“ (EinTanzHaus e.V., 28.560 €): Durch FolkDancePartys, Projektwochen und gemeinsame Mahlzeiten entsteht auf dem Vorplatz des EinTanzHauses ein offener Begegnungsort, der Tanz als Medium des Zusammenhalts nutzt.
  • „Stadt.Ländle.Kunst“ (Alte Feuerwache Mannheim gGmbH, 30.000 €): Street Art trifft auf ländliche Gemeinschaften: Künstler*innen entwickeln gemeinsam mit Dorfbewohner*innen identitätsstiftende Wandgestaltungen, die lokale Geschichten sichtbar machen.
  • „All my life watching America“ (Nationaltheater Mannheim, 30.000 €): Eine interaktive Performance erkundet die Verbindungen zwischen Mannheim und den USA – mit Fokus auf afrodeutsche Biografien und migrantische Perspektiven.

Elke Zimmer, Landtagsabgeordnete für Mannheim Süd unterstreicht: „Kultur lebt von Teilhabe – und das Projekt des EinTanzHaus macht genau das vor: Es schafft niedrigschwellige Zugänge, bringt Generationen und Kulturen zusammen und zeigt, wie Kunst soziale Räume öffnet. Das ist gelebte Demokratie im Kleinen.“

Dr. Susanne Aschhoff, Landtagsabgeordnete für Mannheim Nord erklärt: „Das Projekt „Stadt.Ländle.Kunst“ überwindet nicht nur räumliche, sondern auch mentale Barrieren – es stärkt den Kulturraum und fördert den Austausch zwischen Stadt, Außenbezirken und Land.“

Zimmer und Aschhoff betonen gemeinsam: „Und das Nationaltheater beweist einmal mehr, wie Theater demokratische Diskurse anregen kann. Indem es unterrepräsentierte Stimmen hörbar macht, schafft es ein ‚lebendiges Archiv‘, das Erinnerung und Gegenwart verbindet – genau das braucht eine moderne Stadtgesellschaft.“